Einleitung

 

Wir wollten dieses Jahr unsere Ferien nutzen, um Grossbritannien zu besichtigen. Da wir nicht nur die Städte sondern auch Land und Leute kennenlernen wollten, beschlossen wir mit dem Velo zu reisen. Wir hatten dabei kein sportliches Ziel. Das Fahrrad sollte uns einzig und allein als Fortbewegungsmittel dienen.

Die Velotour sollte am 21. Juni 2003 beginnen und spätestens am 17. Juli 2003 zu Ende gehen. Ein knapper Monat erschien uns angemessen um England, Wales und Schottland zu erkunden. Allerdings waren wir nicht ganz sicher, ob wir so lange Velo fahren würden. Daher liessen wir das Ende bewusst offen.

Überhaupt gab es keine fixe Planung, denn wir wollten so frei wie möglich sein. Wir hatten einzig eine sehr wage Route erstellt, die sich an den interessanten Sehenswürdigkeiten und den schönen Landschaften orientierte.

Als Startort wurde Winchester bestimmt, weil es sich zwischen Bournemouth, wo Samuel sich befand und dem Flughafen London Gatwick, wo Thomas mit dem Flugzeug eintraf, befindet. Die Jugendherberge in Winchester war die einzige Unterkunft, die wir schon vor der Reise reserviert hatten.

Da Samuel sich schon etwas vorher in Grossbritannien befand, nutzte er die Zeit zu einer kleinen Testfahrt. Er machte eine sechstägige Velotour durch Südengland.

Das Fahrrad erwies sich als geradezu prädestiniert für unsere Reise. Wir waren komplett unabhängig, konnten aber falls es nötig war auch den Zug oder das Schiff benutzen. Einzig bei der schottischen Zuggesellschaft Scotrail hatten wir manchmal beim Verladen der Velos Probleme. Ansonsten klappte auch dies wunschgemäss. Zudem war das Fahrrad ideal zum Entdecken der Landschaft. Den Städten wichen wir eher aus, denn dort war es weitaus mühsamer und gefährlicher zum Fahren.

Angetrieben durch die ständige Neugier fuhren wir deutlich mehr Kilometer auf dem Velo als gedacht. Die Tage waren mit Fahren ausgefüllt und die Abende dienten der Erholung. Und anders als erwartet, wurden wir mit fortdauer der Tour nicht unbedingt müder, sondern gewöhnten uns an das tägliche Velo fahren. Daher kehrten wir erst am 16. Juli zurück.

Die Velotour ist alles in allem ausgezeichnet verlaufen. Das Wichtigste war, dass wir keine Unfälle oder Stürze hatten, sondern lediglich eine kleine Panne, die wir schnell beheben konnten.